Umweltschutz, Kunst, Musik und Leipzig (Interview mit Björn-Alexander Strank; Bassist bei Age Of Heaven)

schon in der Leipziger Internetzeitung veröffentlicht:

Das WGT wirft dunkeldüstere Schatten unter die Augen. Im Vorfeld wird wieder einmal diskutiert und lamentiert. Der Ausverkauf der Szene, rechte Stumpfköpfe und martialisches Gehabe – alles, wie gehabt. Doch neben all den Aufregern gibt es auch wunderbar helle Menschen beim Fest. Menschen, die miteinander und dankbar, freundlich und vorwärtsgewandt sind. Björn-Alexander Strank ist solch einer. Ein Guter. Ein Warmherziger. Und er spielt Bass bei der WGT-Eröffnungsshowband AGE OF HEAVEN. Zeit für ein Gespräch musste da sein und da Volly Tanner ihn vorm Bürgeramt in der Leipziger Innenstadt beim Anträgeabholen traf, kam dieses hier auch zustande:

 

 

Volly Tanner: Hallo Alex, [ich duze Dich mal, weil wir uns ja schon etwas länger kennen].

 

Björn-Alexander Strank: In den Kreisen wo ich arbeite, Kunst mache, duzen wir uns alle.

 

VT: Am Donnerstag trittst Du mit Age Of Heaven beim WGT auf. AOH?

 

BAS: Ja, das stimmt am Donnerstag geht einer meiner wohl unerfüllbarsten Wünsche in Erfüllung!
Und das auch nur, weil ich nun den Bass seit Januar diesen Jahres bei AOH spiele.
Die Band hat sich seit 2006 neu formiert. Von der ersten Besetzung ist nur noch der Gründer und Sänger JU Age dabei.

 

VT: Sind das nicht dieselben, die beim allerersten WGT schon Töne ins Volk warfen?

 

BAS: Es ist für mich eine ganz große Ehre bei der Band zu spielen, die das erste WGT vor 20 Jahren als erste Band eröffnete.

 

VT: Hält Gothicrock so jung? Du bist doch allerhöchstens 25?

 

BAS: Ob Gothicrock jung hält, weiß ich nicht. Ich erinnere mich noch, als wenn es erst gestern wäre, dass ich meine ersten Klänge von the Cure, the Mission oder den Sisters hörte. Da war ich so um die 12-13 Jahre jung. Zu Zeiten des ersten WGTs habe ich Jazz, Klassik und Oldi-Rock (G.Miller, J.S. Bach und the Beatles) gehört. Mein erstes WGT war, glaube ich, im Jahr 2004. Vorher habe ich viele Gothicrock Konzerte in meinem schönen Ruhrpott besucht, da muss ich so 16 Jahre jung gewesen sein. Das muss die Zeit gewesen sein, in der ich beschloss, mein Leben mit der Bühne zu verleben.

 

VT: Daneben engagierst Du Dich aber auch in der Spaziergangforschung. Was ist das denn und was machst Du da?

 

BAS: Da unterstütze ich den Spaziergangswissenschaftler Bertram Weißhaar, nichts Großes. Ich helfe bei technischen und organisatorischen Dingen. Ich interessiere mich sehr für den umweltfreundlichen Verkehr und entdecke so gerne immer kleine Dinge in meiner Wahlstadt neu.

Die letzten Spaziergänge waren das Projekt TalkWork, wo das Hauptaugenmerk auf den Geräuschen von Leipzig lag. Begleitet wurden sie von Stadtplanern und Künstlern, wie zum Beispiel Wolfram Spyra. Die Gespräche sind immer sehr schön! Da kann ich immer viele meiner Interessen miteinander verbinden, Umweltschutz, Kunst (Musik) und Leipzig.

 

VT: Ganz kurz warst Du Anfang 2010 auch Moderator bei „Der durstige Pegasus“. Warum hat es denn nicht länger gehalten?

 

BAS: Das ist eine Frage. Das lag hauptsächlich am Haus. Seitdem besuche ich dieses Haus auch kaum noch. Mehr möchte ich nicht dazu sagen.

 

VT: Du bist ja auch richtig ausgebildeter Schauspieler. Gibt es da Neueres zu vermelden? Oder ist Musik das Hauptfach des Björn-Alexander Strank?

 

BAS: Mein Hauptfach war immer das Musik machen. Meine Ausbildung zum Bühnendarsteller konnte ich aus finanziellen Gründen nicht beenden…, würde ich aber sofort machen…

Mal davon ab, dass ein Schauspieler nie fertig mit seiner Ausbildung ist.

Das Schauspielen auf großen Bühnen fehlt mir schon, aber das kommt wieder.

 

VT: Früher bespieltest Du Bühnen unter einem eigenartigen Pseudonym – irgendwas mit Chroma Mo oder so – was steckte denn dahinter? Gabs dafür eine Erklärung des Begriffs, vielleicht gar einen Grund?

 

BAS: Du und mein Künstlername. Ich nenne mich gerne Chroma Rübelus MO. Um diesen Namen ausführlich zu erklären reicht dieser Platz hier wahrscheinlich nicht aus. Aber in Kürze: Chroma kommt von dem lateinischen Wort „stufenlos“, es wird in Verbindung von Tonleitern, Farben und vielem mehr benutzt. Rübelus ist der Kosename, den meine Mutter mir gab. Erst war es nur Rübe (von dem schlesischen Märchen Rübezahl), halt ein Kosename, der mit mir gereift ist… (ich bin sehr familiär)

MO ist die Kunstrichtung, unter der ich vieles so machen kann, ohne anderen Kunstrichtungen auf die Füße zu treten…

 

VT: In den hiesigen Projektil Studios entstanden auch mehrere Aufnahmen mit der Band Die Goldfische & Dir damals an den Saiten. Was ist denn eigentlich aus diesem Projekt geworden – und wie kams dazu, dass Du mittlerweile bei Age Of Heaven saitenstreichelst?

 

BAS: Ja, das ist eins meiner wenigen Projekte, wo der Spruch „was lange währt, wird gut“ nicht zu trifft. Die Goldfische haben sich im April aufgelöst.

Aber das ist nun auch ok.

Es war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte! Hier auch einen lieben Gruß an Martin und Mark von den Goldfischen und an Andy und Martin vom Studio Projektil, vielen Dank auf diesen Weg an euch!!!

 

VT: Du giltst als ein äußerst relaxter Zeitgenossen, jungdeutsch: gechillt. Selten krakeelst Du herum und ich habe dich auch noch nie mit Fäusten geballt und hasserfüllt Fußball schauen sehen. Woran liegts? Gibt es ein Geheimnis?

 

BAS: Geheimnis!? Klar!!! Aber Danke für dieses Kompliment!!!

Ich versuche immer das Beste aus Was-auch-immer zu machen.

Ich mache gerne Sport, ich koche für mein Leben gerne, habe gerne Menschen um mich und helfe wo ich kann.

Das ist schon das größte „Geheimnis“.

 

VT: Was ist eigentlich aus Deiner Idee, im Waldstraßenviertel ein feines Teelädchen zu eröffnen, geworden?

 

BAS: Ja, die Idee liegt in einer meiner Schubladen.

Kurz und knapp. ich habe keine passende Ladenfläche gefunden, aber mal sehen, was da noch so kommt.

 

VT: Zurück zum Donnerstag. Wie fühlst Du dich? Ich meine, es ist das WGT! Nicht irgendeine Pappnasenshow. Das ist schon hohe Liga. Bist Du aufgeregt? Nervös? Schlaflos in Leipzig?

 

BAS: Ich fühle mich SUPER! Es gab kaum ein Ziel, wofür ich so gearbeitet habe. Klar geht da immer noch mehr…

Nervös oder aufgeregt bin ich noch nicht, war ich aber auch noch nie. Das habe ich meiner ersten Gesangslehrerin zu verdanken, die hat mir immer wieder eingetrichtert, dass Lampenfieber nur Einbildung sei und ein lieber Schauspielkollege hat immer gesagt, ich habe in den Proben immer alles gegeben und so viel geübt, dass meine Mitspieler sich auf mich verlassen konnten.

Dieses sind die beiden Hauptregeln, an die ich mich halte.

Schlaflos bin ich aber schon, es ist mein Hauptgewinn!!!

Hier ein ganz dolles Dankeschön an AoH, dass ihr mir die Chance gebt!!!

 

VT: Noch ein paar letzte Worte von Dir an die Leserschaften, hier kannste, also mach:

 

BAS: Liebe Leser, ich freue mich, dass Ihr mein Interview bis hierher gelesen habt!!! Aber ich möchte an dieser Stelle all meinen lieben Gönnern danken, ohne die ich nicht bis hierher gekommen wäre!!!

An meine Freunde Jan, Dennis, Iris, Elisa, Randolph, Andrea und Anna!

Meiner lieben Frau Kilian!!!

An meine Lehrer, die mir, trotz Dickkopf und meiner Ziele, viel beigebracht haben, nur um Einige hervor zu heben, Conny, Matthias, Christian, Dieter, und Ridrie!!!

Meinen Eltern, aber das ist ja selbstverständlich! Und den Familien Richter und Küpper!!! Und ganz besonders der Buchbinderei Dettlaff!!!

 

VT: Danke Alex.

 

BAS: Danke an dich, Volly!

 

Age Of Heaven:

www.ageofheaven.com

 

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