Tanner traf Franz Uhlig, den Craft Beer Män: Wir Möchtegernweltenverbesserer wollen faire Handelsbeziehungen eingehen.

Den Franz, den kennt der Tanner schon länger. Als Musikanten, als Moderator, als Freund vom Andy und dessen Herde und als Jungsprutz der Herzen. Eines Tages jedoch kam eine junge gutaussehende Frau (die Stine) zu Tanner und kredenzte ihm echt faszinierende Biere. Huihuihui….

Und sie wiederum erzählte von Franz und später dann der Franz von Stine. Und Christoph. Irgendwie wie an einer guten Theke.

Jetzt wollen die drei Erwähnten eine Bar eröffnen. Aber nicht irgendeine Bar, nein, eine Bar für Craft Beer Freunde. Hossa. Tanner tankte ein und schunkelte los:

Hallo Franz, Ihr wollt – also Deine Freunde und Du – eine Craft Beer Bar in Leipzig eröffnen. Eine was? Was ist denn Craft Beer? Und wozu ne Bar? Gibts denn nicht schon genug?

Craft Beer ist das Gegenstück zu den überall gleich schmeckenden Industriebieren großer Konzerne. Der Begriff heißt schlicht übersetzt: „Handwerksbier“. Dort rührt der Brauer den Sud noch selbst mit dem Maischepaddel und Automatisierungen gibt es wenige.
Was viele nicht wissen: Bier enthält etwa doppelt so viele erkennbare Aromen wie Wein, die sucht man aber im geliebten Sterni vergebens.
Das liegt daran, dass die „großen“ Biere vor allem niemandem wehtun sollen, damit sie von so vielen Menschen wie möglich getrunken werden. Marktforscher haben über viele Jahre den massentauglichsten Biergeschmack erforscht und den bekommt man dann auch, egal welche Marke man letzten Endes kauft.
Craft Beer geht da einen anderen Weg. Hier wird mit sämtlichen Zutaten experimentiert und am Ende schmeckt das Bier dann meistens so, wie es dem Brauer schmeckt. So ein Bier hat dann noch Ecken, Kanten und vor allem Charakter. Und das kann man eben mögen, oder auch nicht. Die Vielfalt des Craft Beers ist bereits so groß, dass wir bisher für jeden, der von sich behauptete, er mag kein Bier, das richtige Craft Beer gefunden haben.
Und genug Bars? Dass diese Frage ausgerechnet von dir kommt, Volly!
Aber im Ernst, klar gibt es viele Bars. Und das ist gut so, sie beleben ja schließlich Leipzigs Nachtleben. Aber eine Bar, in der es regelmäßig wechselnde exotische Biere zum entdecken gibt, kann man bisher an einem Finger abzählen.
Und das wollen wir ändern!

Franz, Stine & Christoph. Ein Dreier für Craft Beer.

Franz, Stine & Christoph. Ein Dreier für Craft Beer.

Und was crowdfundet Ihr da konkret?

Es geht um unser Barhaustier: Den Zapfhahn. Und um die komplette Anlage, die hinten dranhängt. Obwohl Flaschenbiere im Craft-Bereich sehr gängig sind, geht nichts über ein frisch gezapftes vom Fass.
In der Regel läuft es so: Wenn du ne Kneipe eröffnest, bindest du dich an eine Brauerei, die bezahlen dir dann je nach Deal Sachen wie die Inneneinrichtung und die Zapfanlage.
Dafür bindest du dich dann an die Brauerei oder den Konzern und kannst deine Getränke nur beschränkt aus deren Sortiment auswählen.
Das entspricht ziemlich genau dem Gegenteil von dem Konzept, welches unserer Bar zugrunde liegt.
Wir Möchtegernweltenverbesserer wollen faire Handelsbeziehungen eingehen mit Unternehmen die wir ganz subjektiv sympathisch finden und die ihre Produkte unter ordentlichen Bedingungen herstellen.
Weiterhin starten wir mit einem Sortiment von etwas 60 verschiedenen Bieren. Eine dauerhafte Vielfalt können wir eben nur durch diese Freiheit erreichen.
Weiterhin sind im Crowdfundingziel auch Tische und Stühle eingerechnet. Wer also nicht die ganze Zeit stehen und sein Bier in der Hand halten will, sollte unbedingt zuschlagen!

Erzähl mal bitte, wer bei Euch alles mitmacht.

Ich nenne uns ja immer „Die drei Beiden“. Wir sind Stine, Christof und Franz. Stine hab ich – überraschender Weise – in einer Bar kennengelernt. Ich war Barkeeper und sie hat sich mit nem Kumpel an den Tresen gesetzt. Nach ner Hand voll Mexikaner waren wir bereits enge Freunde.
Danach trafen wir uns öfter, verkosteten viele Biere, vor allem aus unseren Nachbarländern Belgien, Niederlanden und Polen und dann begannen wir selbst zu brauen. Aber alles nur auf Freundeskreisniveau. Dann hüpfte ich für ein Jahr nach Neuseeland und Australien, wo Stine mich besuchte.
Puh, dann ging es weiter mit der Verkosterei, die haben da unten unzählbare Craft Beer-Brauereien und -Bars.
Das war auch der Moment, an dem wir beschlossen, diese Art von Bierkultur auch in unsere Heimat zu bringen. Ich begann dann in einigen kleineren Brauereien zu arbeiten und Stine kehrte nach Deutschland zurück, machte uns eine Lokalität klar und ließ sich von der IHK zur Bierbotschafterin ausbilden.
Das Zertifikat bekommt man, so weit ich weiß, wenn man vor einem Prüfungsgremium aus trinkfesten Schlipsträgern eine sehr ungesunde Menge Bier eingenommen hat.
Eventuell muss man da aber auch bezüglich Geschmackserkennung was auf dem Kasten haben, doch wer weiß das am Ende der Verkostung schon so genau, schließlich wird das Bier – ganz im Gegensatz zu Wein – nach dem Verkosten nicht wieder ausgespuckt.

Nachdem es mit der Bar immer konkreter wurde, kam ich zurück und wir stießen auf Christof, einen Freund von Stine. Der mochte eigentlich kein Bier, bis wir ihm mal ein paar aus unserer Sammlung kredenzt haben. Er konnte nicht so richtig glauben, was er da schmeckte und war sofort im Boot.

Tische & Stühle fehlen. Geschmack & Stil ist schon mal da.

Tische & Stühle fehlen. Geschmack & Stil ist schon mal da.

Ich durfte ja schon kosten. Und finde das Selberbrauen großartig. Wie macht Ihr das aber rein organisatorisch? Ihr habt ja kein Brauhaus zu Haus.

Wir werden vorerst nicht selbst brauen. Das machen andere viel besser als wir. Wir haben aber einige befreundete Brauer mit denen wir schöne Sachen für die Bar zaubern wollen, aber das ist derzeit noch ein wenig Zukunftsmusik.

Du bist ja auch Musikant. Wie läufts denn da?

Die Bar nimmt mich gerade Vollzeit ein, daher liegen meine Bandprojekte derzeit auf Eis.
Derzeit schnappe ich mir mal abends die Gitarre und klimpere ein wenig vor mich hin, das war’s dann auch.
Aber mit dem Stephan aus der Getränkefeinkost bin ich gerade dabei ein Barbershop-Quartett zu gründen. Ob das nur ein Hirngespinst bleibt oder wir bald Leipzig mit unseren Stimmchen terrorisieren, kannst du mich noch mal in einem halben Jahr fragen.
Zumindest haben wir dazu bald die erste Probe.

Und was machen die Anderen noch so neben der Alkoholisiererei?

Im Gegensatz zu mir, was richtiges.
Stine ackert halbtags an der Handelshochschule in Leipzig und hüpft danach pflichtgemäß zur Hopsbaustelle um uns Jungs zu zeigen, wie man ne Bohrmaschine benutzt.
Christof ist Doktor der Luft- und Raumfahrt.
Dazu kann ich nur sagen, zwei Gläser vom richtigen Craft Beer und du erlebst auch ne richtige Raumfahrt.

Und jetzt nochmal bitte die Hardfacts, wie und wofür wir als Crowd unser Geld geben können.

Bis zum 17.02. kann man auf https://www.startnext.com/dr-hops gehen. Wenn man uns nicht so doof findet, kann man dort einige Sachen vorbestellen, wie zum Beispiel Biere, Partytickets oder lustige Sachen wie eine eigene Toilettenwidmung.
Es handelt sich als nicht um Spenden, sondern schlicht um Vorbestellungen, die es uns ermöglichen ohne Brauereiabhängigkeit schicke Möbel und eine Zapfanlage in den Laden zu bekommen.

Danke, Franz.

Ich danke ebenfalls!

UND HIER NOCHMAL DER LINK ZUR KAMPAGNE:

https://www.startnext.com/dr-hops

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter KÜNSTLERINTERVIEWS, Portrait abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s