Tanner trifft die ENERGY-Morgenmoderatorin Franzi Mühlhause: Wenn die Hörer einen Teil meines Lebens mitbekommen.

Tanner mag die Franzi. Er mag ihr aufmunterndes Mundwerk und ihre Malerei. Daneben unterhält er sich gern mit ihr. Deshalb natürlich auch hier diese Fragen, zum Radiomachen, Bildermalen und Lottistreicheln:

Hallo Franzi, schön mal wieder mit Dir zu reden. Ich denke ja, Du bist die begnadete Selfie-Prinzessin der Medienwelt. Ich bin immer wieder angetan – so hat jedermensch auch die Möglichkeit Dir ins Gesicht zu schauen, während Du Deine Stimme im Radio ertönen lässt. Ist dies der neue Weg? Multimedial? Auf allen Kanälen gleichzeitig? Erzähl mal bitte…

Haha, grüß Dich Volly. Wenn schon keine echte Prinzessin, dann zumindest bei Facebook die Selfie-Queen. Jetzt hab ich mir vor Kurzem sogar einen Selfie-Sick gekauft… Hab ich eigentlich immer doof gefunden, aber tatsächlich ist der für viele Dinge gut. Gruppenfotos zum Beispiel! Endlich können alle mit drauf sein, es gibt kein armes Schwein, was das Foto machen muss… So, aber jetzt genug davon. Tatsächlich finde ich es schön und wichtig in Zeiten von Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, etc. dass man überall präsent ist und das erlebt, was die Hörer auch erleben. Und für mich ist es schön, wenn die Hörer einen Teil meines Lebens mitbekommen – wenn sie sehen, wie ich lebe, mit meiner kleinen Hündin Lotti und einfach ein Gesicht zu der Stimme haben. Radio ist mittlerweile mehr als nur hinterm Mikro zu quatschen.

Franzi macht uns die Kylie, während Herr Cave von wilden Rosen singt.

Franzi macht uns die Kylie, während Herr Cave von wilden Rosen singt.

Wie nimmst Du Dich eigentlich mal aus dem Mediengeschehen heraus? Völliger Boykott?

Hmm… Ich glaube so ganz rausnehmen geht gar nicht. Ich versuche zum Beispiel, wenn ich nach Hause komme, einfach mal das Handy wegzulegen und mal ein bisschen Zeit für mich zu haben… Aber dann vibriert es ja doch, oder ich muss zwingend etwas gaaanz furchtbar Wichtiges nachsehen… *Ironie aus* Und dann klappt das nicht so ganz mit dem „aus dem Mediengeschehen rausnehmen.“ Ist aber auch nicht tragisch. Immerhin leben wir ja im Zeitalter der Flüssigseife, da darf man immer online sein.

Du bist ja Medienmenschin – ficht Dich der dauernde Hassschrei „Lüüüüügenpresse“ an? Wie gehst Du mit Vorurteilen um? Es gibt ja auch Leute, die herumplautzen, dass Mainstream-Radio-Macherinnen nur Party und Balz im Kopf hätten.

Also, was diese Lügenpressenummer angeht, hat mich bisher noch niemand darauf angesprochen oder mich mit Vorwürfen konfrontiert…

Und was das Party machen angeht, ich mache nicht gern Party. Das kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich im Jahr mal feiern gehe. Lieber ganz gemütlich mit Freunden auf der Couch, oder in der Küche sitzen, mit lecker Bier und Chips, bestellter Pizza und schlechter Musik. Im Sommer wird der Treffpunkt dann auf einen Balkon gelegt oder an den Kanal, irgendwo, wo es schön ist. Aber seitdem ich morgens von 5 bis 10 Uhr funke, ist es eh vorbei mit lange wachbleiben. Da bin ich ganz brav und haue mich wirklich in der Woche 19:30 Uhr aufs Ohr. Manchmal auch etwas später, aber das peile ich an. Wenn 03:30 Uhr der Wecker klingelt ist erstmal nix mit guter Laune.

Sporteln fürs Morgenradio.

Sporteln fürs Morgenradio.

Du malst ja auch sehr überzeugend. Warum? Und was? Und wieso gerade so?

Das ist schnell erzählt. Als ich sechs Jahre alt war mussten wir in der 1. Klasse ein Bild mit so Weinkorken malen. Ich habe einen Hahn gemalt, meine Hand auch noch mit draufgeklatscht und als ich es mit nach Hause nahm, war mein Vater völlig außer sich vor Begeisterung. Er hat es Rahmen lassen und das hängt bis jetzt im Haus meiner Eltern. Da fing ich an, so eine Leidenschaft dafür zu entwickeln, denn schließlich hatte ich das Gefühl bekommen, es zu können. Mittlerweile habe ich meinen Malstil gefunden und male auch zum Ausgleich. Wenn du den ganzen Tag nur redest und dich mit PromiNews befasst, ist es wirklich entspannend abends auf der Couch zu sitzen und zu malen. Mit Bier und Kopfhörern.

Das Gesicht hinter der Schnatterschnute.

Das Gesicht hinter der Schnatterschnute.

Wie ist das denn eigentlich dann nach dem Winter? Musst Du dann als Radiogesicht alle Talsperrenpartys Sachsens moderieren? So Schlager-Bums und Tätärätätä???

Haha – nein. Natürlich gibt’s im Sommer dann wieder die ganzen ENERGY–Veranstaltungen. Zum Beispiel die ENERGY Summer Opening Party bei Belantis oder Sommer am See in Schneeberg. Da bin ich auch mit am Start. Bühnenmoderation ist aber eher nicht so meins. Radio machen ist deutlich cooler!

Wie stehts eigentlich mit dem Privatleben? Liebst Du und wirst Du geliebt? Ausreichend? Zuviel? Zuwenig?

Ach schön, dass du das fragst. Ich werde geliebt, von vielen Menschen, meinen besten Freunden, meiner Lotti, meiner Familie und das ist wirklich das Schönste.

Danke, liebe Franzi.

Erst die Rechte, dann die Linke, dann machen beide Winke, Winke!

https://www.facebook.com/franzienergy

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