Jetzt fühlt es sich lockerer an! Georg Domke taucht aus der Versenkung auf

erschien gerade im BLITZ! Stadtmagazin für Leipzig:

Georg Domke hat mit Georg Danzer – dem grandiosen, leider schon verschiedenen Songwriter aus Wien – nur gemeinsam, dass sie sich beide hin und wieder Georg D. abkürz(t)en. Zum Beispiel im Netz. Gibt man da auf der Suche nach Domke Georg D. ein, landet der Informationssüchtel auf der Musikplattform Vimeo beim faszinierend professionellen Video zu „Mitternachtsrendevouz“, einem feinen Popsong mit Herzschmelz- und Schlüpferstürmerqualitäten, den Domke zusammen mit der Band Good Mornig, Good Morning! eingespielt hat. Dies geschah vor knapp einem Jahr in der Popakademie Mannheim, der Profischmiede schlechthin im Business. Domke ließ einfach seine kleine Skaterkamera mitlaufen und schnippelte das erschreckend gute Material zu Hause in Leipzig selbst zusammen und schon war das MTVtaugliche (Gibt es den Sender überhaupt noch? Egal, selbst wenn nicht, das Video wäre tauglich!) fertig.

Herr GD & die Eisengiesserei. Dies könnte Liebe werden.

Herr GD & die Eisengiesserei. Dies könnte Liebe werden.

Danach war erst einmal Schicht im Schacht. Georg hatte sich im Vorfeld etwas zu sehr fokusiert – fünf Stunden täglich Gitarreüben, kein Alkohol, kein Sport, kein dreckiger Genuss – all dies nur um die Stimme auf Gefechtsstation zu halten und jederzeit bühnenklar entern zu können. Legendär ist in Insiderkreisen sein Support für Clueso im Leipziger Telegraph, wo der gute Erfurter sein „Chicago“ darreichen wollte und den Domke dazu holte. Auch das Miteinander mit der jetzt im Theaterfach Lorbeeren sammelnden und Mutti gewordenen Lisa Trebs oder sein fleißiges Landauflandabspielen auf den Singer- & Songwriterbühnen, nebst all den Songslams unserer Hemisphäre, begründeten seinen Ruf als exzellenten, wohlklingenden Geschichtensänger.
Doch warum das Zwischenaus, die Stille? „Von mir gibt es nichts mehr im Internet weiter, weil ich gerade aus einer Art Versenkung auftauche. Durch die Musik und den Druck, den ich mir gemacht habe, hatte ich letztes Jahr so etwas wie einen Burnout und einen totalen Glaubensverlust. Jetzt fühlt es sich lockerer an und ich mache Musik nur noch, wenn ich Spaß daran habe und nicht, weil ich denke, ich müsse mich zwingen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.“ Solch ein junger Mann ist selten mit doch schon solch einer sehr abgehangenen Einstellung zum Musikmachen. Das ehrt ihn und sein Publikum auch.
In der charmant-unszenigen Eisengiesserei im Westwerk auf der Karl-Heine-Straße haben Musikgourmets am Freitag, den 29. Januar ab 21.00 Uhr die Chance lupenreinen Pop zu erleben und eben auch den Mann, der ihn bringt: Georg Domke. Dazu Melodien zum Darinnenversinken und einen Typen, der so wie Du & Ich ist, dass er auch an der Kasse bei Kaufland Waren durchziehen könnte – oder studieren – oder ein Bierchen kippen und zuhören, so unter Menschen …

Text & Bild: Volly Tanner

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