Tanner traf für: Das letzte Wort hat … … Alf Mahlo

erschien schon im FRIZZ das Magazin:

Das letzte Wort in diesem Monat hat Alf Mahlo, der in Kropstädt geborene und im Dezember die Weihnachts-Dinnershow im Historischen Stadtbad Leipzig moderierende Tausendsassa. Als Schauspieler, Entertainer und Produzent ist er seit Jahren eine hochgehandelte Marke, quicklebendig und sprühend vor Freude und Stil. Zur Weihnachts-Dinnershow umschwirren ihn deshalb internationale Gäste am Hula Hoop, zur Bouncing-Ball-Jonglage, musizierend, akrobatisch und komödiantisch im ehemaligen Bade. Dazu lecker Schmaus und schöne Frauen, eine hochprofessionelle Hintergrundorganisation und ein ambitioniertes Team. Was will das Herz mehr?
Doch solch ein Spaßverteiler hat auch hin und wieder seine dunklen Momente, von denen eben auch zu erzählen ist. Hier aber erst einmal seine Gedanken zur Stadt:

Herr Mahlo, vollenden Sie bitte diesen Satz: An Leipzig hat mich in letzter Zeit besonders aufgeregt, dass …
Ja, was eigentlich?! Dass ich ein paar Knöllchen bekommen habe, dass ich auf der Berliner Straße geblitzt wurde? Dass mich letztens gegen 01:30 Uhr Nachts ein paar Halbwüchsige auf der Gerberstraße fast platt gemacht hätten … hat das alles wirklich etwas mit Leipzig zu tun?! Das frage ich mich gerade.

In meiner Badewanne bin ich Kapitän - Alf Mahlo gibt sein Bestes!

In meiner Badewanne bin ich Kapitän – Alf Mahlo gibt sein Bestes!

Was muss sich ändern?
Köln und Düsseldorf hassen sich wenigstens. Dresden und Leipzig ignorieren sich. Das ist viel schlimmer! Vielleicht wäre etwas mehr Aufmerksamkeit untereinander und ein paar Blicke über die eigenen Tellerränder ganz gut. Wer weiß das aber genau, während er versucht krampfhaft sein Leben zu bestreiten?

Wie würden Sie Leipzig beschreiben, für den, der die Stadt nicht kennt?
Unternehmen Sie eine fünfstündige Kanutour auf Leipzigs Innenstadtkanälen. Dann erleben Sie, wie Ihnen, inmitten einer pulsierenden Ostmetropole, das Herz warm, die Gedanken leicht und die Arme schwer werden.

Welcher Ort ist Ihnen der liebste in der Stadt?
Oft schlenderte ich am Karl-Heine-Kanal auf und ab; im Morgengrauen kalter Wintertage, an Hochsommerabenden. Sein morbider Charme, hart an der Grenze des aufgehaltenen Verfalls einer längst vergangenen Industrieblüte und heutiger Familienidylle ist für mich ein schöner Spiegel einer Großstadthistorie mit provinziellen Nischen. Nachts habe ich diesen Ort aber meist gemieden.

Wenn Sie in die Zukunft schauen, welche Pläne und Visionen haben Sie?
Als später Vater möchte mit meiner Gesundheit sorgfältiger umgehen und ein großartiges Kind auf seinem Weg zu seinen schönsten Möglichkeiten liebevoll begleiten. Damals, im Staatsbürgerkunde-Unterricht lächelten wir höhnisch, als uns erklärt wurde, dass im Westen die Menschen manipuliert und belogen werden. Heute wissen wir, dass es noch viel übler ist. Ansonsten verfolgt mich die Vision, dass die verbrecherische Weltpolitik aus dem Land dem unmöglichen Möglichkeiten von gewissen Politik– , Wirtschafts- und Militär-Psychopaten ein Ende hat. Das klingt naiv. Wenn ich zur Zeit Tele-VISION schaue, ist es das womöglich auch …

Worauf freuen Sie sich in der nächsten Zeit besonders?
Ab dem 11. November arbeite ich wieder in der Magic Nights Show im Stadtbad. Wir werden fast jeden Abend eine bezaubernde, magische Show hinlegen und ganz nebenbei, nach einem turbulenten Jahr, tagsüber ein wenig die eigene Ruhe wiederfinden. Darauf freue ich mich. Und irgendwie freue ich mich auch auf Weihnachten.

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