Tanners Interview mit der literarischen Debütantin Anna „Ganna“ Renkachyshska: Es gibt in der Lyrik kein richtig oder falsch!

erschien schon in der Leipziger Internetzeitung:

Während im Vorfeld der Leipziger Buchmesse dem Diskurs gefrönt wird, ob junge deutschsprachige Literatur überhaupt noch eine Berechtigung hat, Bühnen voller „Experten“ und TV-Shows mit Denselben die Hirne vollpressen, regt sich im Kleinverlagewesen – wie immer – so einiges Unverbrauchtes. Auch hier in Leipzig. Der hiesige Sternensammler-Verlag bringt gerade Anna „Ganna“ Renkachyshska in Position – und straft damit alle Schwarzseher Lügen. Volly Tanner sprang natürlich sofort auf und zückte Kamera und Mitschreibstift:
Hallo Anna – oder Ganna??? – Dein Buch „In den Armen des Regens“ ist endlich draußen. Glückwunsch. Wie fühlst Du Dich?

Hallo Volly. Danke schön.
Ja das ist mein erstes eigenes Buch und ich bin sehr glücklich. Ich fühle mich sehr gut, da viel Arbeit dahinter steckt und das Endergebnis ist unfassbar. Ich bin froh, dass ich diese Chance bekommen hab und dass es Leute gibt ,die an mich glauben.

(G)Anna steht vor Volly´s BOOKLOVE! & schmunzelt charmant.

(G)Anna steht vor Volly´s BOOKLOVE! & schmunzelt charmant.

Erzähl mal bitte wie es zum Ganna auf dem Buchcover kam. Als ich Dich kennenlernte – vor ein paar Jahren – warst Du doch noch eine ganz normale Anna. Was ist denn da passiert?

Das ist eine witzige und lange Geschichte, aber im Grunde nichts anderes als „Anna“, weil im Ukrainischen „Ganna“ – „Anna“ bedeutet und ich schon immer im Hinterkopf hatte, dass das mein Name in einer gewissen Art und Weise ist. Aber als ich einen neuen Pass zu meinem 18. Geburtstag bekam, haben die Mitarbeiter der Ukrainischen Botschaft eine andere Übersetzung verwendet und mich ganz einfach als Ganna eingetragen. Ich fand das ganz lustig und habe es so gelassen, da ich mich damit genauso identifizieren kann wie mit Anna. Außerdem ist das außergewöhnlicher als eine normale Anna und bleibt den Leuten hoffentlich in Erinnerung.

Dein Büchlein hat drinnen Lyrik. Was hat Dich denn in diese Kunstform getrieben? Als Schriftstellerin kommt doch der Durchbruch heut weit schneller mit einem Ziegelsteinbuch – zum Beispiel mit Vampiren oder Schlachten aus dem Mittelalter oder Sex mit Napoleons Jungs.

Ja das stimmt, aber mir geht es eher darum mich auszudrücken, mir selbst treu zu bleiben und Lyrik ist da einfach die beste Form. Denn da gibt es kein richtig oder falsch.
Es war ein Zufall: Julius Späte, der mir auch ermöglicht hat das Buch in seinem „Sternensammler Verlag“ zu veröffentlichen, hat mal einen Workshop vor cirka sechs Jahren bei mir an der Schule gemacht und ich bin einfach hin und hatte Freude daran, habe dann weiter die Schreibwerkstatt bei ihm besucht und meine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt. Es war eindeutig die bessere Alternative für mich, da ich eine unbegabte Sportlerin bin.

Das Büchlein ist ja nun auf der Erde. Was kommt aber jetzt? Wars das mit der Literatur? Wirst Du Model? Oder kommen weitere Bücher? Erzähl mal bitte, was da in Dir noch so schlummert.

Ich weiß nicht genau was jetzt kommt, aber ich lasse mich gerne überraschen. Ich möchte mich auf das Buch konzentrieren und es unter die Leute bringen.
Nein, das war sicherlich noch nicht alles, ich werde auf jeden Fall weiter dran bleiben und schreiben. Ob erst mal für mich oder nicht weiß ich nicht, aber ich hoffe, dass weitere Veröffentlichungen noch ausstehen.
Du schmeichelst mir, aber Model steht nicht an erster Stelle meiner Berufswunschliste.
Wenn „In den Armen des Regens“ gut ankommt, könnte ich mir sehr gut vorstellen ein weiteres Buch zu veröffentlichen, denn jetzt habe ich Blut geleckt und möchte mehr, bin voller Tatendrang und Ideen, die ich auf Papier bringen möchte.

Während der Fotografiererei vorhin sagtest Du schmunzelnd: „Ich bin ein Fame-Girl!“. Nun bin ich ja eher ein „alter Sack“ und hab mit der Jugendsprache nicht so wirklich was an der Mütze. Also: Was bist Du? Und gibt es Haustiere? Lebensgefährten? Ambitionen? Daneben?

Ach, das war nur aus Spaß, weil ich mich in die Situation reinfühlen musste, dass Du Fotos von mir machst und ich MEIN Buch in den Händen halte. Denn das alles ist Neuland für mich ist.
Ich bin ein ganz normales Mädchen, voller Vorfreude auf die Zukunft, welches einfach seiner Leidenschaft nachgeht.
Nein, Haustiere habe ich keine, obwohl ich gerne eine Katze hätte. Einen Mann an meiner Seite gibt es auch nicht.
Ich bin sehr ambitioniert, was das Schreiben angeht aber meine Priorität liegt jetzt erst mal daran das Abitur zu schaffen und die Schule zu beenden, danach bin ich mir noch etwas unschlüssig wie es weiter gehen soll.

Danke Anna, für Deine Zeit.

http://www.sternensammler-verlag.de

 

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