Tanners Interview mit Andreas Bayless: Wenn Du jemanden suchst, der die Welt verändert – schau in den Spiegel!

erschien schon in der Leipziger Internetzeitung:

 

Andreas Bayless ist einer von den Söhnen Mannheims und Wahlleipziger. Eigentlich Grund genug für Volly Tanner den wunderbaren Gitarristen etwas auszufragen. Nun kommen die Söhne am 14.03.2014 ins Haus Auensee und haben auch noch ein neues Album am Start. Also, flugs ans Diktiergerät:

Danke, Andreas, dass Du Dir etwas Zeit für meine Fragen nimmst. Mit Deiner Familie – den Söhnen Mannheims – kommst Du ja am 14.03.2014 nach Leipzig ins Haus Auensee. Das freut mich sehr – schließlich ist da gleich mein Kleingarten um die Ecke, da ist die Anfahrt dann problemlos. Warum aber das Auensee – sonst habt Ihr doch immer die ARENA befüllt. Lag es an der Akustik dort? Oder woran?

Na ja, am Liebsten spielen wir ja im Anker, aber es waren einfach keine fünf Tage am Stück frei … der Sound in Arenen ist immer etwas problematisch und wir suchen gern mal die Nähe zum Publikum. Als Wahlleipziger habe ich natürlich mitbekommen, dass das Haus Auensee allerfeinst renoviert worden ist (waren auf der „ganz nah dran“-Tour schon da, da war es etwas baufällig) und wir wollten uns mal überzeugen, obs schön geworden ist.

Ihr habt Euer neues Silberstück „ElyZion“ mit in den Verkaufskoffern. Ich verstehe ja den Sprachwitz – nun sollte man aber nicht von allen Menschen verlangen, dass sie wissen worauf Ihr mit dem Namen des Albums anspielt – kannst Du es deshalb massenkompatibel und wortgewandt erklären?

ElyZion ist die Insel der Glückseeligen aus der griechischen Mythologie! Ist quasi das Paradies für Helden! Gibts aber bei Neckermann und TUI nicht zu buchen, schade … das große Z bezieht sich auf unser erstes Album Zion, mit den Buchstaben haben wir dann ja ausreichend gespielt, „Zoni“ schien uns aber kein guter Titel zu sein.

Andreas Bayless völlig entspannt - Ein Sohn Mannheims in Leipzig.

Andreas Bayless völlig entspannt – Ein Sohn Mannheims in Leipzig.

Auf dem Promowaschzettel zu Eurer „Wer fühlen will muss hören Tour“ stehen zwei wundervolle Sätze: „Wenn einer allein träumt, bleibt es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam an eine Sache glauben, ist es der Anfang einer neuen Wirklichkeit.“ Glaubst Du? Und glaubst Du an eine Rettung aus der Kraft der Menschen heraus? Ich selber zweifle da leider recht oft und verzweifle eher …

Na verzweifeln tue ich auch des öfteren, das ist genau der Moment, wo der Glaube ins Spiel kommt. Nicht falsch verstehen, ich gehöre keiner Religion an, wenn dann allen – aber in unserer kapitalistischen Welt muss einmal ein Gegenpol aufgebaut werden, für Werte, Zusammenhalt, Liebe etc. Daran zu glauben ist weder naiv noch schwach. Oft sucht man jemanden, der die Welt oder dich selbst verändert. Hier mein Tipp: schau in den Spiegel!!!

Du bist auch jährlich im ANKER Leipzig beim Konzert für die Kinderhilfe Afghanistan engagiert – um den Traum unseres Freundes Benjamin Weinkauf, Menschen in Afghanistan die Möglichkeit Bildung zu bekommen zu erschließen. Woher nimmst Du persönlich die Kraft. Musiker zu sein ist ja mittlerweile wirklich ein Knochenjob und viele aus der Gilde brennen aus. Was macht Dich stark?

Ja, mittlerweile fühle ich mich manchmal mehr wie ein Kraftfahrer, so endlos viele Kilometer auf der Autobahn!! Aber mein Privatleben entlohnt mich dafür, all die wunderbaren Menschen, die man kennenlernen kann, all die schönen und wahnsinnigen Dinge, die man aus erster Hand erlebt. Ich war selbst in Afghanistan und habe dort 2010 für die Truppen gespielt und konnte mir ein Bild machen. Da ist es für mich selbstverständlich Benjamins Initiative zu unterstützen. Außerdem hab ich da ja immer meinen guten Kumpel und Bandkollegen Dirk Zöllner zur Seite.

Der Soul der Söhne Mannheims ist ja auch ein kritischer, ein engagierter Soul. Mehr als Rhianna-Popowackel-Soul, mehr Message und Hirnmassage. Kommt Euer Anspruch denn bei den Konzerten auch beim schweißgetriebenem, tanzenden und jubelndem Publikum an? Oder tanzt sich das so weg?

Der Soul kommt nun einmal aus Mannheim! Ob die Botschaft ankommt oder nicht, liegt nicht mehr in unseren Händen. Wenn sich die Leute über ein Konzert freuen ist schon viel erreicht, man kann nichts Gutes weitergeben, wenn es einem selbst nicht gutgeht!!

Schlussendlich, lieber Andreas – hast Du hier nochmal die Möglichkeit mit Deinen eigenen Worten zur Show am 14.03.2014 einzuladen. Warum sollte ich meine Radieschenpflanzen verlassen? Was könnt Ihr mir geben, was der Frühling mir nicht geben kann?

Hör´ mal ins neue Album rein!!! Wir spielen gut zehn neue Songs, nicht nur die alten Hits. Wir haben ein paar neue Bandmitglieder dabei, auf die wir sehr stolz sind! 13 mal geballte Söhnepower, das wird gut, glaub mir!!!

Danke für Deine Antworten. Wir sehen uns ganz bestimmt.

Wenn Du Tickets brauchst, melde dich!!! Besten Dank!!! Ich hoffe das Interview findet weite Verbreitung, waren nämlich tolle Fragen!!! Peace geht raus.

www.soehne-mannheims.de

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