Tanner traf Bobo: Und irgendwann kommt man zurück

Die kurzversion gab es schon im BLITZ! Leipzig/ Dez 13:

 

Die wunderbare Bobo von Bobo In White Wooden Houses erscheint uns wieder in Leipzig, im ANKER, am 18.12.2013 und in der Schlosskirche zu Goseck am 19.12.2013 um Liederseelen in unsere Welt zu bringen. Die Elfenkönigin traf davor, Anfang November, beim Afghanistan Benefiz, auf BLITZ!-Redakteur Volly Tanner und es entspann sich ein Faden, ein Gesprächsfaden:

BLITZ!: Guten Tag Bobo. Du kommst mit Deinen „Liederseelen“ und mit Herzfeld her, wobei Du das Anfang 2013 erschienene gleichnamige Album im Päckchen hast. Was jedoch ist der Inhalt? Des Albums. Der Seelen. Alldies?

Bobo: Wir haben ja schon auf unserem ersten gemeinsamen Album“Lieder von Liebe und Tod“ alte Texte und Volkslieder neu vertont und modern arrangiert und für „Liederseelen“ haben wir Gedichte aus der Zeit der Romantik ausgewählt. Verse von Eichendorff, Rückert und dem fabelhaften Conrad Ferdinand Meyer, von dem das Gedicht Liederseelen stammt. Jedes Lied hat ja eine eigene Seele und die haben wir mit unserer Musik versucht einzufangen. Die Romantik hat ja soviel Sehnsucht und Wehmut, die wir in der Musik lieben… und oft auch einen hintergründigen Humor.

Die wundervolle Bobolina!

Die wundervolle Bobolina!

BLITZ!: Deine Hinwendung zum hiesigen Kulturgut lässt Verschollenes und Vergessenes wieder erblühen. Spürst Du ein Bedürfnis beim Publikum nach Wurzeln, zum Beispiel kulturellen – oder sinds eher die BOBOfans, die Du neu anfixt mit Altem und Gutem?

B.: Ja, ich habe den Eindruck, dass es bei vielen Leuten ein Bedürfnis gibt, nach den eigenen Wurzeln zu graben. Bei mir war es auch so. Je älter ich wurde, desto mehr habe ich mich dafür interessiert, woher ich komme und es auch viel mehr wert- geschätzt. Ich bin in meinem Elternhaus mit Chorälen und klassischen Liedern aufgewachsen, bevor ich später Joni Mitchell, Pink Floyd und all die großartigen Bands und Singer/Songwriter entdeckt habe. Musikalisch will und muss man ja auch, wie im Leben überhaupt, aus dem Haus gehen und in die Ferne schweifen. Und irgendwann kommt man vielleicht zurück und sieht alles mit neuen Augen und trotzdem fühlt es sich vertraut an. Die Leute sagen mir oft nach unseren Konzerten, wenn sie die alten Volkslieder und unsere Liederseelen hören, dass sie von diesem Wiedererkennen berührt sind. Ich will Euch bei der Gelegenheit auch den Dokumentarfilm“ Sound of Heimat“ empfehlen, in dem der neuseeländische Musiker Hayden Chisholm auf der Suche nach dem „german soul“ durch die deutschen Lande reist.

BLITZ!: Dich kennt der in unseren Breiten sich für Musik Interessierende. Aber wer ist Herzfeld? Erzähls den nicht in Halle – wo Herzfeld bekannt wie ein bunter Hund ist – Agierenden.

B.: Herzfeld ist wundervoll, ein Unikum. Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll, zu erzählen. Also, vielleicht der Reihe nach: Wir haben uns vor über 20 Jahren kennengelernt und haben damals in einer Jazzband in Halle zusammen gespielt. Er war der Bassist und hat mir mit einem Handwagen meine erste Monitorbox durch Halle gezogen. Dann haben wir uns lange aus den Augen verloren und vor zehn Jahren wiedergetroffen. Er hatte sich in all den Jahren zu einem Theatermusiker ersten Ranges entwickelt und war lange der musikalische Leiter des Neuen Theater und Puppentheaters in Halle. Uns so begann dann auch unsere zweite musikalische Liason: mit seinen Kompositionen zu Texten von J. V. Eichendorff und Goethe. Er spielt Klavier und Harmonium, Bass und Metallinstrumente, oft mehreres gleichzeitig, so eigenwillig, wie ich es von noch niemandem gehört habe. Und er ist ein hervorragender Komponist …Und ein lustiger Gefährte.

BLITZ!: Darf man sich auf ein neues Album mit Deinen ganz eigenen Liedern freuen?

B.: Ja sicher, ich freu mich selbst drauf…Ich will unbedingt wieder ein Album mit der Band machen, mit Lexa und Jan (Stolterfoht) Aber ich weiss noch nicht, wie lange es dauern wird, bis ich wieder alles beisammen habe. Und Herzfeld und ich nehmen auch bald wieder Neues/Altes auf.

BLITZ!: Und nun kurz vorm Schluss: Gibts Wünsche ans Universum – von Dir – die erfüllt werden sollten – für Dich und uns?

B.: Meine Güte, meine persönlichen Wünsche schicke ich mit einem Schmetterling in den Himmel…..Und Euch allen wünsche ich Liebe und Freude!

www.liederseelen.de

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