Das letzte Wort … … Manja Fyah Flame

erschien gerade im FRIZZ Leipzig:

Das letzte Wort in diesem Monat hat Leipzigs Reggaekönigin Manja Fyah Flame. National bekannt wurde sie 2007 mit ihrem einfühlsamen Überhit „Es ist die Liebe“ mit dem sie Stefan Raabs BuViSoCo aus sächsischer Sicht aufrollte. Derzeit hat sie Rio Reisers „Der Traum ist aus“, zusammen mit Aldubb, auf den weltweiten Videoplattformen am Dauersegeln. Die „Flammenrote“, die auch im Bürgerradio Radio Blau mitmischt, hält standhaft die Fahne der Mitmenschlichkeit in die neoliberalen Winde, schließlich brauchts warmherzige Menschen, auch und ganz besonders in Leipzig.

Manja Fyag Flame, vollenden Sie bitte diesen Satz: An Leipzig hat mich in letzter Zeit besonders aufgeregt, dass…
… man sich über soviel aufregen muss. Letztendlich sind es die Leipziger selbst. Da kommt schon mal der Musiker aus der Nachbarschaft auf die Idee, auf meiner Facebookseite zu erklären, dass es nicht sein Ding ist, was ich mache, ohne das er gefragt wurde. Statt zu denken „Ist nicht mein Ding, aber cool das es auch so was in meiner Stadt gibt!“ Was runterzumachen, klein halten und auslöschen dafür scheint immense Kraft vorhanden in der Stadt, wir nutzen sie halt nur selten für die Dinge wie eine Montagsdemo, mehr für´s angekrankte Ego.

Was muss sich ändern?
Gerade jetzt wo man anfängt auf Leipzig und seine Szene zu schauen sollte man stolz sein dürfen auf die verschiedenen Talente. Nachwuchsförderung und gleichzeitig auch noch mehr Augenmerk und Förderung für das, was da ist. Ich glaube nicht unbedingt, dass wir so viele neue Baustellen brauchen, wo es doch noch genügend davon gibt! Ebenso wäre es wünschenswert, für die sozialen Umstände, wenn man sich gegenseitig zumindest die Butter auf dem Brot gönnt.

Die "Flammenhaarige" beim Schulterblick. Getroffen von Martin Neuhof

Die „Flammenhaarige“ beim Schulterblick. Getroffen von Martin Neuhof

Wie würden Sie Leipzig beschreiben, für den, der die Stadt nicht kennt?

Stellen sie sich den Osten von Berlin als Dorf vor, nur doppelt so schnell entwickelt. Interessant, gemütlich und manchmal etwas größenwahnsinnig.

Welcher Ort ist Ihnen der liebste in der Stadt?
Ich stand letztens bei Nacht auf dem Augustusplatz und war überwältigt. Wie sich da Architektur küsst und das Licht mit dem Auge des Betrachters spielt, zwischen Zukunft und Geschichte, das muss man gesehen haben! Es gibt viele Orte, einer, wo man mich häufiger findet ist das Kickers In auf der Karli.

Wenn Sie in die Zukunft schauen, welche Pläne und Visionen haben Sie?
Gerade für Leipzig ein Reggae Festival, unsere Szene ist groß und hat schon oft die Blicke auf sich gezogen und genügend Menschen vor Ort, die das Know How und die Lust darauf besitzen.
Des weiteren stehe ich, nachdem ich mein letztes Album auf deutsch eingefroren hab, vor meinem internationalen Debutalbum auf englisch über die Liebe. Und damit, hätte ich wahnsinnige Lust die Bühnen weltweit zu bereisen. Und dann wollte ich noch Bücher schreiben, in mindestens einem Film mitspielen. Die Welt verbessern. Diese Träume- und Visionen-Liste ist lang!

Worauf freuen Sie sich in der nächsten Zeit besonders?
Den Sommer, mein Album, das neue Album von Casper und die Zeit, gelegentlich, bei einem Glas Kaffee, über Leipzig zu staunen.

www.manja.tv

Text: Volly Tanner/ Foto: Martin Neuhof

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