Tanners Interview mit Roman Raschke von „Linie 7ieben“: Wir alle haben uns eigentlich nicht gesucht und doch gefunden.

erschien schon in der Leipziger Internetzeitung:

Roman Raschke kennen die Menschen der Stadt als Sänger und Pianist. Daneben ist er äußerst rührig im bürgerschaftlichen Engagement in Leutzsch und Veranstalter eines Festivals. Nun hat er mit Freunden eine Band in den Startlöchern, die schon namentlich Heimat verspricht: Linie 7ieben, wie die Bimmel, die den Westen Leipzigs durchpflügt. Volly Tanner fragt nach:

Wunderbar, Roman, jetzt gibt es Dich bald in großer Besetzung, als frische Band „Linie 7ieben“. Wie es zum Namen kommt ist eigentlich klar, schließlich bimmelt der Sterniexpress mit der 7 überm Fahrer durch Deine Homebase, das beschauliche – und ohne den Fußballunsinn sogar sehr liebenswerte – Leutzsch. Wer seid Ihr aber? Stell Deine Herren und die Dame mal kurz vor.

Dann Ladies first: Stefanie Thümmel singt, Robert Seltmann spielt Gitarre, hat auch den Bass im Studio eingespielt und alle Songs in seinem Studio produziert. Karl Fischer ist unser Schlagzeuger und Sammy Lindemann der Mann am Bass. Ich habe die schwarzen und weißen Tasten unter den Fingern. Alle haben Erfahrungen in anderen Bands gesammelt, Robert auch schon für Andere im Studio aufgenommen. Doch das ist nicht „meine“ Dame und sind nicht „meine“ Herren – ich bin einer von fünf Köpfen, die natürlich alle auch ihren eigenen Kopf haben … (lacht). Das macht es spannend und kreativ.

Roman Raschke - der Dritte von hinten am Lächeln und Beantworten!

Roman Raschke – der Dritte von hinten am Lächeln und Beantworten!

Mittlerweile soll es sogar ein Album geben „Land voraus“ betitelt, mit dem ihr am 30.03. die Theaterfabrik Leipzig in Grund und Boden rocken wollt. Ein recht positiver Ansatz heutzutage, das gute Stück so zu nennen. Gibts einen philosophischen Hintergrund oder ists eher Stadionrock in Richtung Pur?

Wir haben uns bewusst für deutsche Texte entschieden. Denn natürlich wollen wir mit diesen auch etwas ausdrücken, doch weder belehren noch bewerten. Vielmehr sind die Texte eine Mischung aus Erlebtem und Erdachtem. Man kann sich hineindenken bzw. mitfühlen. Denn unser Ziel ist, die Zuhörer emotional zu erreichen – mal kraftvoll rockig, mal gefühlvoll nachdenklich. Robert und ich haben für unser in Kürze erscheinendes Debütalbum komponiert. Stefanie, Robert und ich haben die Texte beigesteuert. Oft im kreativen Teamspiel. Es entstanden Songs, die sich nicht an Vorbildern oder Schubladen orientieren. Robert komponiert als Gitarrist anders als ich und wir haben uns prima ergänzt. Denn inzwischen mag Robert doch auch ganz gern Keyboardspuren in einem Song … (lacht) … und ich bin nicht nur durch die Zusammenarbeit mit ihm ein Fan gut gespielter und kräftiger E-Gitarren und darf mich nun dauerfreuen, denn Robert spielt wirklich amtlich Gitarre und vor allem immer song- und banddienlich. Ich kenne wenige Gitarristen, die selbst erkennen, dass noch ein Solo auch nerven kann … (lacht).

Wo habt ihr denn die Stefanie aufgerissen? Das ist ja eine Prachtstimme. Und völlig unverschlissen. Die gabs doch nicht beim Einkaufen dazu. Die musstet ihr doch richtig suchen – oder?

Ja, Stefanie hat wirklich eine bemerkenswerte Stimme. Doch Stefanie hat auch wirklich schöne Texte geschrieben. Wir alle haben uns eigentlich nicht gesucht und doch gefunden. Ende 2011 haben wir zusammen im Rahmen einer Session bei der Veranstaltung „Zeit der Besinnung“ im Spizz auf der Bühne gestanden. Nach dem tollen Auftritt haben wir beschlossen, gemeinsame Sache zu machen und begonnen, zu komponieren und zu texten. Denn wir woll(t)en ausschließlich mit eigenen Songs und diese gleich produziert auf die Bühne(n). Und ich könnte jetzt gar nicht sagen, ob Stefanie Robert mitgebracht hat oder umgekehrt. Denn beide haben vorher an einem gemeinsamen Bandprojekt gearbeitet. In diesem hat auch schon Karl grandios getrommelt.Gesucht haben wir den Mann für die tiefen Töne. Mit unserem Bass-Sammy haben wir dann einen Bassisten gefunden, der menschlich und musikalisch-handwerklich bestens zu uns passt.

Gehts nach dem Theaterfabrikgig eigentlich auf Tour?

Wir wollen uns am 30.03. dem Publikum und auch Veranstaltern und Agenturen vorstellen und danach auf Tour gehen. Doch die Planung einer professionellen Tour hat eine Vorlaufzeit von bis zu einem Jahr. Und kein Veranstalter kauft eine Band ein, die ihr erstes Konzert noch vor sich hat. Somit ist das Konzert in der Theaterfabrik Sachen quasi der Startschuss. Doch natürlich sind schon einige Sachen „im Schwange“. Das Managementthema ist mein Verantwortungsbereich innerhalb der Band und ich kann ja auch für „Linie 7ieben“ den ein oder anderen meiner Kontakte nutzen.

Im Juni bist Du ja auch – mit Marko Kronberg – Veranstalter von „Leutzsch rockt!“. Gibts schon was zu vermelden? Wie läuft die Planung?

Die Planung läuft gut, inzwischen liegen uns ja Bewerbungen von Bands vor, die gern bei „Leutzsch rockt!“ spielen wollen. Da haben wir schon Entscheidungen getroffen. So werden auch „nur“ vier Bands, dafür jeweils länger, spielen. Der Nachmittag beginnt wieder mit Musik für die ganze Familie und der Schlussact wird das Wasserschloss richtig rocken. Übrigens: der Moderator ist schon fest gebunden – Volly, Du dürftest am 08. Juni in Deinem Kalender einen Termin im schönen Leutzsch haben …

Danke Roman – und hier noch etwas Platz für Deine ganz persönlichen Wünsche – raus damit:

Die wichtigsten Dinge im Leben sind die, die man nicht kaufen kann. Zum Beispiel Gesundheit. Wenn hier das Schicksal zuschlägt, dann ist Vieles nicht mehr machbar. Also wünsche ich sie den Menschen, die mir lieb und wichtig sind und mir natürlich auch.

Und ganz klar: ich wünsche mir am 30.03. ein volles Haus in der Theaterfabrik Sachsen, ein tolles Premierenkonzert, eine wohlgesonnene Presse … und „Linie 7ieben“ auf Tour(en) … (lacht).

Linie 7ieben – Premierenkonzert in der Theaterfabrik Leipzig; 30.03.2013

http://linie-7ieben.de/

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