Das letzte Wort hat … Henrik Dantz

erschien schon im FRIZZ Leipzig/ Dezember 2012:

Das letze Wort in diesem Monat hat Henrik Dantz. Der in Leipzig geborene Gastronom ist bekannt aus dem Barfusz, dem Mückenschlösschen, der Pinguin Eisbar und dem Café Central. Im Dezember hat er im Leipziger Stadtbad die Dinnershow „Aloha He“ unter seinem Organisationsschirm. Viel zu tun. Trotzdem noch schnell ein Interview hier:

Herr Dantz, vollenden Sie bitte diesen Satz: An Leipzig hat mich in letzter Zeit besonders aufgeregt, dass…
… neue Projekte von Amtswegen ausgebremst werden, weil der sogenannte Bürokratieabbau auf dem Rücken der Bürger und Unternehmer ausgetragen wird. Gewerbsmäßige Genehmigungsverfahren werden künstlich verlängert. Anträge, welche bisher von einem Amt bearbeitet und intern koordiniert wurden, und somit kurze Bearbeitungs- und Genehmigungszeiten bedeuteten, müssen nun bei verschiedenen Ämtern beantragt und vom Antragsteller selbst koordiniert werden. Somit fehlt einem Unternehmer die kostbare Zeit für das Wesentliche, um neue Ideen in die Tat umzusetzen.

Was muss sich ändern?
Der Mut zu neuen Ideen macht diese Stadt aus und macht sie zu „DEM  LEIPZIG“, das gutgemeinte Vergleiche zu anderen Städten nicht nötig hat und diesen gut standhalten und mit vielen Highlights punkten kann und das nicht nur aufgrund der Stadtgeschichte. Leipzig und seine Menschen versetzen jeden Gast ins Schwärmen und motivieren viele Neuankömmlinge zum Bleiben. Soll Leipzig nicht sein wie jede andere Stadt, bedarf es der Unterstützung des Mittelstandes seitens der Stadt, die sich als echten Partner erweist, und die auch mittelständige oder kleine Unternehmer unterstützt und diese nicht stattdessen mit Stolpersteinen aus Papier zum Bittsteller degradiert.

by volly tanner

by volly tanner

Wie würden Sie Leipzig beschreiben, für den, der die Stadt nicht kennt?
Leipzig ist eine sympathische und umtriebige Stadt, die auf eine stolze Geschichte als Handels- und Musikstadt zurückblicken kann. Nicht nur Goethe, Bach, Mazur oder Rauch, die den guten Ruf der Stadt in die Welt hinaustragen, machen diese Stadt aus. Nicht nur Thomaskirche, Völkerschlachtdenkmal und Hauptbahnhof sind sehenswert. Das zahlreiche und unterschiedliche gastronomische Angebot, eine innovative Kunst- und Kulturszene und die vielen grünen Erholungsgebiete, die bereits inmitten in der Stadt beginnen und eine Neuseenlandschaft, welche  sich mit dem Fahrrad erkunden lässt, machen diese Stadt zu einem Ort mit einzigartiger Atmosphäre, an den man länger verweilen oder immer wiederkehren möchte.

Welcher Ort ist Ihnen der liebste in der Stadt?
Jeden Tag und so manche Nacht verbringe ich im Herzen der Stadt, das kann und möchte ich nicht missen. Auf phantasiereichen Pfaden durch „Leipzigs Hexenwälder“, wie dem Oberholz, begebe ich mich mit meiner Tochter, die mich damit zu aktiver Erholung antreibt. Wenn ich mich abends aus dem Tagesgeschäft zurückziehe, dann bin ich gern mit meiner Familie am Cospudener See und lasse den Tag bei einem Glas Prossecco und Forelle ausklingen. Echte Entspannung und Ruhe finde ich nur daheim und am liebsten unterm Apfelbaum im Garten.

Wenn Sie in die Zukunft schauen, welche Pläne und Visionen haben Sie?
Einmal im Jahr versuche ich über den Tellerrand zu blicken und unternehme Reisen in andere Länder, um neue Gastronomiekonzepte kennen zu lernen und mich inspirieren zu lassen. Diese Inspirationen in neue Projekte hier in meiner Heimatstadt einfließen zu lassen, das treibt mich an. Die  Zusammenarbeit mit Meigl Hoffmann war für mich Neuland und ich habe die gastronomische Untermalung eines Kabarett-Programms mehr in den Mittelpunkt gerückt. Ich persönlich habe mich diesem Genre mehr geöffnet und die Gästeresonanz motiviert mich, dieses Konzept bei neuen Kulturprojekten konzeptionell weiter auszubauen.

Worauf freuen Sie sich in der nächsten Zeit besonders?
Auf die neue Dinnershow „Aloha He“ im historischen Stadtbad Leipzig.

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