Vielfältig, groß und blond – Johannes Gabriel im Portrait

erschien gerade im PORT01 Leipzig November 12:

Schlank, blond, blauäugig, sehnig – Johannes Gabriel wirkt so, wie irrige Schönheitsideale vor Zeiten „aus Kruppstahl“ gehämmert wurden. Nichts Wunder, dass er schauspielernd genau dort gern besetzt wird: „Der Anruf kam vor vier Jahren, als es gerade nicht so gut mit Engagements lief: „Hast Du Lust auf ein Casting in Kiew?“ Ich hatte… Und habe die Hauptrolle in einer Serie bekommen – ein Wehrmachtsoffizier in den Zeiten des Weltkrieges. Es war damals nicht absehbar, dass diese Serie derartig erfolgreich sein würde, dass wir nun die dritte Staffel gedreht haben. Nach „1941“ und „1942“ ist das (nun rate – richtig!) „1943“.
Obwohl oft mit dem Flieger unterwegs wirkt Johannes hier im Leipziger Westen völlig entspannt, trinkt sein Radler im Café Nora Roman in der Schaubühne Lindenfels und winkt Bekannten charmant lächelnd zu.
Hier in der Schaubühne hat er ja auch Heimat gefunden, künstlerische – spielt Theater u.a. unter der Regie von Frank Heuel. Aber er improvisiert auch gern, im Impro-Theater-All-Star-Team TheaterTurbine.

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Weiteres reitbares Steckenpferd ist die Sprecherarbeit: „Ich produziere ja in meinem MonophonStudio in Leipzig die meisten Sachen selbst – Hörbücher, AudioGuides, manchmal auch Werbung. (Du hast ja auch schon das Vergnügen gehabt, bei mir zu „schwitzen“.) Nun hat sich in der Zusammenarbeit mit SNIPPY ein ganz neuer Ansatz gezeigt: Eine Literatur-App, mit der man Geschichten lesen und/oder hören kann. Ich bin dabei für den Audiobereich zuständig und wir haben bereits für die vergangene Frankfurter Buchmesse die Longlist des Deutschen Buchpreises produziert, ebenso mit der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit „Neue Geschichten aus Polen“.“
Und weil ein Künstlerleben ja auch finanziert werden muss, lehrt Johannes Gabriel noch seit 2009 an der Akademie der darstellenden Künste „künstlerisches Wort/ Mikrophonsprechen“.


Anfang November, genauer am 08. des Monats, wird Gabriel den Schriftsteller Gunnar Decker im Haus des Buches unterstützen. Während dieser in der Reihe des Sächsischen Literaturrats „Bei uns zu Gast“ seine Hermann Hesse Biografie „Hesse. Der Wanderer und sein Schatten“ vorstellt wird Johannes Gabriel Texte des „unverkennbaren Strohhutträgers und Weltbürgers aus der Provinz“ kredenzen. Da schließt sich auch ein Kreis. Vom Filmen in Russland hin zu den Protagonisten dieser allzu oft verdrängten Geschehnisse.

Volly Tanner

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