Toten Disco positiv (Interview mit Robert Wilkens/ Bassist von Cox and The Roit)

erschien gerade im FRIZZ LEIPZIG:

Cox and The Roit – das ist ganz vorneweg natürlich Ian Cox, ehemals bei Hotelzimmer Inferno – und mittlerweile mit seinen Roits am Albenmachen. Anfang März wird gefeiert – schließlich ist „Death Disco“ endlich zu haben.
Da aber immer Frontmänner zu interviewen auf die Dauer langweilig ist hat sich Shevek Walden den Bassisten Robert Wilkens geschnappt und ausgequetscht:

Wow. Euer Longplayer steht in den Startlöchern. Am 03.03. gibt‘s dazu in der MB die ReleaseShow. Und für jeden Kartenkäufer ein Exemplar dazu. Wie rechnet sich das denn? Da sind doch schon 250 CDs weg. Wie hoch ist denn die Auflage?
Also erstmal freuen wir uns natürlich, dass wir das Album nun fertig haben und sind auch mächtig stolz auf unseren ersten Silberling. Dann haben wir das Ziel, unsere Musik mit möglichst vielen Menschen zu teilen, und da haben wir uns gedacht, dass so ein Giveaway doch genau der richtige Weg ist. Außerdem ist es für uns wichtig, dass jeder, der zur Release-Show kommt, nicht nur mit unserer Musik im Ohr, sondern auch mit einer CD in der Hand nach Hause gehen sollte. Schließlich ist das Album ja eine Art Gesamtkunstwerk. Neben der Musik gibt es dieses wundervoll schlichte Design und die tollen Fotos. Diese facettenreichen Eindrücke einer CD sind sicher ein großer Vorteil gegenüber dem Download als MP3-Version. Und um auf Deine Frage zurückzukommen, nein, es rechnet sich nicht, und wenn wir 250 CD‘s verschenken würden, wäre die Hälfte der ersten Auflage schon weg und wir ziemlich glücklich.
by coxPR
Ian Cox’s Gesang erinnert stark an die Beatles, besonders an McCartney. Da ist kaum Wut und wirklich überhaupt keine negative Energie zu hören. Selten sowas. War das Konzept? Musik, einfach nur zum Tanzen?
Oh, ein Vergleich mit den Beatles! Ich glaube, ein schöneres Kompliment kannst du Ian wahrscheinlich nicht machen. Die Ähnlichkeit liegt mit Sicherheit daran, dass er knapp 80 km von Liverpool entfernt geboren wurde. (lacht) Aber mal im Ernst, dass es insgesamt sehr positiv oder bejahend klingt, liegt sicher an der Stimmung in der Band. Wir sind bestens miteinander befreundet und das spiegelt sich in den Songs wider, auch wenn es da ja teilweise um sehr ernste und tiefgründige Themen geht. Es entspricht auch dem Grundgefühl, mit dem wir die Platte aufgenommen haben. Doch vielleicht sollte ich nicht so viel über Hintergründe und Intentionen reden und lieber jedem Einzelnen Platz für seine eigenen Interpretationen lassen, denn die Sichtweise des Publikums macht ja ein Werk erst vollkommen. Okay, das war jetzt ganz schön pathetisch. Aber wenn wir mit unserer Musik das Gefühl auslösen, einfach nur zu Tanzen, wie du sagst, ist eigentlich alles erreicht.

Das Mastering hat Christoph Beyerlein gemacht. Der ist ja auch der von J.B.O. – und das hört man, die Produktion ist wirklich perfekt. Wie kommt man denn an den heran? Alte Freunde von der Schulbank? Kneipenbekanntschaften, der Neue der Ex-Freundin?
Danke für das Kompliment. Ich reiche es gern weiter. Der Kontakt zu Christoph kam über unseren Schlagzeuger. Er war mit seiner alten Band Kiloherz zusammen mit J.B.O. auf Tour und da haben sich die Wege gekreuzt. Und ich gebe dir Recht. Christophs Anteil an der Platte ist deutlich zu hören. Es klingt alles rund und kompakt, aber trotzdem sehr transparent.

Hier in Deutschland habt Ihr ja schon einige Preise abgeräumt. Wie siehts aber mit der (Musik)Weltherrschaft aus? Ambitionen die Grenzen zu überfliegen?
Vor einiger Zeit formulierten wir unsere Ambitionen so: „Wir sind am Ziel, wenn jeder sein Zeug aufgebaut hat und wir anfangen zu spielen, egal wann, egal wo.“ Das gilt heute immer noch. Wir wollen unsere Musik mit ganz vielen Menschen teilen. Nach der Produktion unseres Debüt-Albums „Death Disco!“ werden wir nun unsere Kräfte bündeln, um wieder eine größere Live-Präsenz zu zeigen. In der Vergangenheit haben wir unsere Ziele immer sehr realistisch gesteckt. So werden wir das auch in Zukunft handhaben. Vielleicht gibt es ja nach „Control“ noch ein zweites Video. Einen Masterplan zur Erringung der Weltherrschaft haben wir jedenfalls nicht.

Was bekommt das Publikum am 03.03. denn für seine 5/3 Euro Eintritt?
Ne ganze Menge, wie ich finde! Über die CD, die jeder bekommt, haben wir ja schon gesprochen. Den Abend werden unsere Freunde von Choirs einleiten. Und dann stellen wir mit einer gewohnt energiegeladenen Liveshow unser Album vor. Besonders freuen wir uns dabei natürlich auf Benni Cellini von der Band Letzte Instanz. Er unterstützt uns am Cello. Außerdem wird‘s bestimmt auch ein paar neue Songs von uns zu hören geben. Es bleibt spannend. Zusammen mit unserem Publikum werden wir mit Sicherheit einen tollen Abend haben.

Record Release Death Disco; Cox & The Roit; 03.03.2012; Moritzbastei
http://www.coxandtheroit.com

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Eine Antwort zu Toten Disco positiv (Interview mit Robert Wilkens/ Bassist von Cox and The Roit)

  1. riot schreibt:

    Die Band heißt „Cox and the Riot“. „Riot“, nicht „Roit“. Die Webadresse ebenfalls mit „riot“. „Riot“ wie „Krawall“.

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