Kreatives Leipzig – mal anders (Portrait Stefanie Bamberg)

dieser Beitrag erschien schon im FRIZZ Stadtmag für Leipzig

Es wird gewirbelt in Leipzig. Manchmal hat man das Gefühl, dass „die Kreativen“ den Etablierten um Meilen voraus sind, meist ist´s jedoch Notwehr gegen die festgefahrenen Strukturen. Deshalb hat sich unter Stefanie Bambergs Führung ein neuer Verein gegründet, der „Kreatives Leipzig e.V.“, der vernetzen will – aber eben irgendwie anders.

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Die sympathische Grafikdesignerin und freie PR-Beraterin, die sich ihre Sporen im Auftrag der Deutschen AIDS-Hilfe, der UNIVERSITÄT Leipzig, von Baufirmen aus der Solarenergiebranche und weiteren Playern verdiente, hat da auch recht glaubwürdige Vorstellungen: „Wir haben einen etwas weiter angesetzten Grundgedanken, was die Vernetzung betrifft. Wir möchten nicht „noch eine“ Vernetzungstruppe sein und auch gar nicht in Konkurrenz zu bestehenden Sachen treten, sondern im besten Falle als Schnittstelle fungieren, da wir branchenübergreifend agieren. Eines unserer Ziele ist, dass die einzelnen Branchen miteinander und auch untereinander noch mehr in Kontakt treten, was zwar zum Teil schon passiert, aber noch nicht überall.“ So etwas ist schnell gesagt, doch besteht da überhaupt Interesse? „Toll ist es auch,“ meint Stefanie Bamberg dazu: „wenn andere Vereine und Interessensgemeinschaften an uns andocken. Dies ist beispielsweise schon durch den ArchitekTür e.V. geschehen und mit dem Kulturnetzwerk e.V. geplant.“

Und so wird 2011 mit 11 Veranstaltungen, hauptsächlich im Leipziger Westen, überschwemmt, die Genregrenzen überspringen wollen. Klub Analog heißt das Konzept und ist aus dem Norden Westdeutschlands kreativ umgelagert nach Leipzig transferiert: „Wir richten uns vorrangig an Menschen, die mit ihrer Kreativität Geld verdienen und zumindest einen Teil ihres Lebensunterhaltes damit bestreiten. Außerdem orientieren wir uns an den 11 Branchen, welche durch den Bund als Kultur- und Kreativwirtschaft kommuniziert werden: Architektur, Buchmarkt, die Designwirtschaft, Filmwirtschaft, den Kunstmarkt, den Markt für darstellende Künste, die Musikwirtschaft, den Pressemarkt, die Rundfunkwirtschaft, die Software-/Games-Industrie und den Werbemarkt.“

Und Stefanie Bamberg schließt, mit Sicht auf ihre Erfahrungen in Thüringen, Bayern und der Nachbargemeinde Halle an der Saale: „Leipzigs großer Pluspunkt ist die Vielfalt und die Mentalität der Kreativen. Ich habe bisher nirgends in Deutschland so viele Leute kennengelernt, die MACHEN statt nur zu reden.“

www.kreatives-leipzig.de

Text & Foto: Ray Voltez (also ich, also Volly Tanner)

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